Jeder kennt sie, niemand mag sie: faule Ausreden von Kolleg:innen, die einfach nur peinlich sind. Wir zeigen euch die schlimmsten Sprüche und warum sie so schlecht ankommen. Die schlechtesten Ausreden im Büro? Diese Ansagen sind voll daneben, wie wir uns hier genauer anschauen.
Im Arbeitsalltag passieren Fehler, Termine werden verpasst und manchmal läuft einfach nicht alles nach Plan. Das ist völlig normal und menschlich. Problematisch wird es erst, wenn Mitarbeiter:innen zu den absurdesten Ausreden greifen, statt ehrlich zu sein.
Diese Ausreden im Büro sorgen nicht nur für Kopfschütteln, sondern können auch das Arbeitsklima und die eigene Glaubwürdigkeit nachhaltig schädigen. Von technischen Pannen bis zu familiären Notfällen – manche Erklärungen sind so durchschaubar, dass sie fast schon wieder amüsant wären.
Ausreden im Büro – die Hintergründe
Die Tendenz zu kreativen Ausreden im Arbeitsumfeld hat verschiedene psychologische Wurzeln. Oft steckt die Angst vor Konsequenzen dahinter – niemand möchte gerne zugeben, dass er einen Fehler gemacht oder eine Aufgabe vergessen hat. Gleichzeitig spielt das Gesicht wahren eine wichtige Rolle: Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, Schwächen oder Versäumnisse einzugestehen.
Studien zeigen, dass bis zu 70 Prozent aller Arbeitnehmer:innen schon einmal eine Notlüge am Arbeitsplatz erzählt haben. Dabei reicht das Spektrum von harmlosen Übertreibungen bis hin zu handfesten Lügengeschichten. Besonders problematisch wird es, wenn aus gelegentlichen Ausreden ein Muster wird und die Glaubwürdigkeit langfristig leidet.
Die häufigsten Ausreden im Büro
Manche Ausreden kehren immer wieder und sind mittlerweile so abgedroschen, dass sie sofort als solche erkennbar sind. Hier eine Übersicht der Klassiker:
Technische Pannen als Sündenbock
„Mein Computer ist abgestürzt“ oder „Die E-Mail ist im Spam-Ordner gelandet“ – technische Ausreden sind besonders beliebt, weil sie schwer überprüfbar erscheinen. Doch in Zeiten von automatischen Backups und E-Mail-Protokollen werden diese Geschichten schnell entlarvt. Besonders dreist wird es, wenn behauptet wird, dass „das ganze System down war“, während andere Kolleg:innen problemlos arbeiten konnten.
Die IT-Abteilung kann übrigens meist sehr genau nachvollziehen, wann welche Probleme aufgetreten sind. Wer hier zu oft auf technische Pannen verweist, macht sich schnell unglaubwürdig.
Familiäre Notfälle im Dauergebrauch
Kranke Kinder, Termine beim Arzt oder familiäre Verpflichtungen sind legitime Gründe für Abwesenheit oder Verspätungen. Problematisch wird es, wenn dieselben Familienmitglieder auffällig oft krank werden oder ständig neue Notfälle auftreten. Eine Großmutter, die alle zwei Wochen „plötzlich ins Krankenhaus muss“, wirkt nicht besonders glaubwürdig.
Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt: Echte familiäre Probleme verdienen Verständnis und Unterstützung. Doch wer zu oft den „Familiennotfall“ bemüht, riskiert, dass ihm auch in echten Krisensituationen nicht mehr geglaubt wird.
Verkehrschaos als Dauerbrenner
Stau, Zugverspätungen oder Baustellen – der Verkehr bietet unerschöpfliche Möglichkeiten für Ausreden. Doch auch hier gilt: Wer täglich dieselbe Strecke fährt und trotzdem ständig von „unvorhersehbaren“ Verkehrsproblemen überrascht wird, wirkt nicht besonders organisiert. Apps zur Verkehrslage sind heute Standard, und wer regelmäßig zu spät kommt, sollte einfach früher losfahren.
Die kreativsten Ausreden
Manche Mitarbeiter:innen werden besonders kreativ, wenn es um Ausreden geht. Hier eine kleine Sammlung der absurdesten Begründungen:
- „Meine Katze hat die Tastatur blockiert und ich konnte nicht arbeiten“
- „Der Wecker ist ausgefallen, weil ein Stromausfall war“ (obwohl das Handy als Backup da wäre)
- „Ich dachte, heute wäre Feiertag“ (an einem völlig normalen Dienstag)
- „Mein Auto wurde von Vandalen beschädigt“ (zum dritten Mal in diesem Monat)
- „Die Kaffeemaschine war kaputt und ich kann ohne Kaffee nicht arbeiten“
Warum schlechte Ausreden im Büro schaden
Durchschaubare Ausreden haben weitreichende Konsequenzen für das Arbeitsklima und die eigene Karriere. Sie untergraben das Vertrauen zwischen Kolleg:innen und Vorgesetzten und können zu einer Atmosphäre des Misstrauens führen. Wer regelmäßig zu kreativen Erklärungen greift, wird langfristig nicht mehr ernst genommen.
Außerdem belasten schlechte Ausreden das gesamte Team. Andere müssen die Arbeit übernehmen, Termine verschieben sich, und die Produktivität leidet. Das führt zu Frust bei den Kolleg:innen, die zuverlässig arbeiten.
| Ausrede | Glaubwürdigkeitsfaktor | Langzeitschaden |
|---|---|---|
| Technische Panne | Gering | Hoch |
| Verkehrsprobleme | Mittel | Mittel |
| Familiennotfall | Hoch (bei echten Fällen) | Sehr hoch (bei Missbrauch) |
| Krankheit | Hoch | Mittel |
| Kreative Ausreden | Sehr gering | Sehr hoch |
Bessere Alternativen zu faulen Ausreden
Statt zu absurden Geschichten zu greifen, gibt es deutlich bessere Wege, mit Fehlern und Versäumnissen umzugehen. Der wichtigste Grundsatz lautet: Ehrlichkeit währt am längsten.
Wenn ihr einen Fehler gemacht oder etwas vergessen habt, steht dazu. Ein ehrliches „Es tut mir leid, ich habe den Termin übersehen und werde das in Zukunft besser organisieren“ wirkt professioneller als jede noch so kreative Ausrede. Zeigt konkrete Lösungsvorschläge auf und macht deutlich, wie ihr ähnliche Situationen künftig vermeiden wollt.
Proaktive Kommunikation ist ebenfalls wichtig: Wenn absehbar ist, dass ihr eine Deadline nicht einhalten könnt oder ein Problem auftaucht, sprecht frühzeitig mit euren Vorgesetzten. Das zeigt Verantwortungsbewusstsein und gibt allen Beteiligten die Chance, rechtzeitig zu reagieren.
Lustige Ausreden, um die Stimmung aufzuhellen
Nicht zu vergessen sind natürlich noch lustige Ausreden, bei denen allen klar ist, dass hier Spaß gemacht wird. Sie können nicht nur zum Lachen bringen, sondern auch helfen, die Stimmung zu heben, wenn das mal wirklich nötig ist.
Einige Beispiele:
- „Mein Hamster hat einen Burnout und braucht emotionale Unterstützung – ich musste ihn zum Therapeuten fahren“
- „Ich bin heute zu schön für die Arbeit und wollte die Kolleg:innen nicht neidisch machen“
- „Mein Horoskop hat mir strengstens von wichtigen Entscheidungen abgeraten“
- „Die Zeitumstellung hat meine innere Uhr komplett durcheinandergebracht – ich lebe noch in der Steinzeit“
- „Mein Smartphone ist in einen existenziellen Konflikt mit dem WLAN geraten“
- „Ich musste meinem Nachbarn dabei helfen, seine Katze davon zu überzeugen, dass sie kein Löwe ist“
- „Die Schwerkraft war heute besonders stark – ich konnte kaum aus dem Bett aufstehen“
- „Mein Kaffee hat sich geweigert zu wirken und ist in den Streik getreten“
- „Ich bin versehentlich in eine Parallelwelt geraten, wo Montag ein Feiertag ist“
- „Meine Motivation hat gekündigt und ist ohne Vorankündigung ausgezogen“
Hier ist es natürlich wichtig zu checken, dass alle diese Art von Humor teilen und der Joke auch zur Situation und zur Runde passt.
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Fazit zu Ausreden im Büro
Schlechte Ausreden im Büro sind nicht nur peinlich, sondern auch kontraproduktiv. Sie schaden der eigenen Glaubwürdigkeit, belasten das Arbeitsklima und können langfristig negative Auswirkungen auf die Karriere haben. Statt zu kreativen Geschichten zu greifen, ist Ehrlichkeit der bessere Weg.
Fehler passieren jedem – wichtig ist, wie man damit umgeht. Wer Verantwortung übernimmt und aus Fehlern lernt, wird langfristig mehr Respekt ernten als jemand, der ständig faule Ausreden erfindet.
Artikelbild: Unsplash / Vitaly Gariev